Hey zusammen!
Nach drei erfolglosen Versuchen, dieses Kapitel hochzuladen, hoffe ich, dass es jetzt endlich klappt >_<
Trotzdem möchte ich mich auch noch für die lange Wartezeit entschuldigen, allerdings nimmt mich mein Privatleben in letzter Zeit und auch noch im Moment ziemlich ein. Ich hoffe, ihr versteht das.
sunset.in.veins: Danke für deinen Kommi.

Jaa, die Protagonistin heißt
Emma.
Aber nun, viel Spaß mit dem zweiten Teil!
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TEIL 2
Gute 3 Stunden später stand ich mit Noah an der Kasse zu Kino 2. Noah
zeigte der Frau am Schalter unsere Karten und sie ließ uns hineingehen. Im Kino
war es noch hell und Noah führte mich die Treppen hinauf bis in die letzte
Reihe. Ich lachte leise. „Was ist?“, fragte Noah grinsend und ließ sich in einen
Sitz plumpsen. „Nichts wichtiges“, antwortete ich lächelnd und setzte mich neben
Noah, „ich dachte nur gerade daran, dass wir immer in der letzten Reihe
sitzen.“
„Ich mag es hier hinten“, meinte Noah, „und weißt du auch warum? Weil uns
hier niemand stört.“
Er wartete nicht auf meine Antwort, sondern beugte sich zu mir herüber
und küsste mich leidenschaftlich. Ich vergrub meine Hände in seine Haare am
Nacken und zog ihn noch näher zu mir heran. Wir lösten uns erst voneinander, als
die Lichter ausgingen und die Werbung anfing. Ich rutschte näher zu ihm und
verfluchte wie jedes Mal, wenn wir zusammen ins Kino gingen, die Lehne zwischen
unseren Sitzen. Trotzdem lehnte ich mich an Noahs Schulter, und er schlang ganz
selbstverständlich seinen Arm um meine Schulter.
Noah hatte einen romantischen Liebesfilm ausgesucht, weil er wusste, wie
sehr ich solche Filme liebte. Und ich liebte ihn dafür, dass er mich freiwillig
in einen solchen Film begleitete, den eigentlich hasste er Liebesfilme. Doch
während des Films war er so süß zu mir, spielte mit meinen dunkelblonden Haaren
und küsste mich jedes Mal, wenn es das Paar auf der Leinwand tat.
Als wir nach dem Film wieder in die Halle vor den Sälen gingen, musste
ich mir eingestehen, dass ich nicht wirklich viel mehr von dem Film mitbekommen
hatte, als ein paar Szenen. Aber schlimm fand ich es nicht. Schließlich hatte
ich Zeit mit Noah verbracht, und dass war das wichtigste.
„Hast du noch Lust, etwas essen zu gehen?“, fragte ich Noah, der sofort
zustimmte. „Lass uns zu dem Italiener zwei Straßen weiter gehen“, schlug er vor
und nach kurzer Diskussion machten wir uns auf den Weg dahin. Noah hatte den Arm
um meine Taille gelegt und ich genoss seine Nähe.
Das Restaurant war gut besetzt, aber wir bekamen noch einen Tisch weiter
hinten im Raum. Wir setzten uns gegenüber und redeten über belanglose Sachen.
Erst als das von uns bestellte Essen vor uns stand, sagte Noah: „Ich hab heute
Nachmittag Ally auf dem Sportplatz getroffen.
„Wie merkwürdig“, meinte ich, „zu mir sagte sie, sie müsse heute
Nachhilfe geben.“
„Sie hat beim Training zugesehen“, sagte Noah, „und jedes Mal, wenn ich
zu ihr geschaut hab, hat sie gewunken. Ich hab mich schon ein wenig beobachtet
gefühlt.“
Ich schüttelte verwirrt den Kopf: „Auf der Heimfahrt hat sie sich auch so
merkwürdig verhalten. Irgendetwas hat sie beschäftigt, aber sie wollte mir nicht
sagen, was.“
„Ich denke mal, wenn sie es dir sagen will, macht sie das“, meinte Noah
und ich nickte: „Klar, dass hab ich mir auch gesagt. Naja, ich ruf sie trotzdem
später noch an.“
„Okay, mach das“, stimmte Noah zu, „und jetzt würde ich gerne einmal dein
Risotto probieren.“
Ich lachte und entgegnete: „Aber nur, wenn ich etwas von deinem Fisch
bekomme!“
Wir lachten und redeten noch eine ganze Zeit, bis unsere Teller leer
waren und es ziemlich spät war. Noah brachte mich noch nach Hause und gab mir
einen wundervoll leidenschaftlichen und langen Abschiedskuss. „Wir sehen uns
morgen, Babe“, flüsterte Noah mit rauer Stimme, als wir uns lösten um nach Luft
zu schnappen.
„Ich liebe dich“, sagte ich und hauchte ihm noch einen kleinen Kuss auf
die Lippen, bevor ich ausstieg und zur Haustür lief, wo ich noch einmal winkte.
Noah winkte zurück und fuhr dann davon. Ich schloss die Tür auf und ging auf
direktem Weg in mein Zimmer. Dort zog ich mir meine Jacke und die Schuhe aus und
warf mich dann aufs Bett. Nach einem Blick auf die Uhr entscheid ich, bei Ally
anzurufen.
Ich angelte das Telefon vom Tisch und wählte rasch Allys Nummer. Nach
kurzer Wartezeit meldete sie sich: „Alison Martin, hallo?“
„Hey Ally, ich bins, Emma“, sagte ich und rollte mich auf den
Rücken.
„Oh, hey, Em“, grüßte Ally zurück und ich meinte, das sich ihre Stimme
ein wenig verändert hatte. Aber ich wusste nicht, was sich verändert hatte. „Wie
war‘s im Kino?“, fragte sie.
„Gut, danke“, antwortete ich, „aber eigentlich wollte ich dich fragen,
was heute mit dir los war. Du hast dich auf der Rückfahrt so merkwürdig
verhalten. Und Noah sagte, dass er dich beim Footballtraining gesehen hat?“
Ally seufzte und schwieg dann. Einige Minuten voller Schweigen vergingen,
bevor ich erneut fragte: „Ally? Was ist los?“
„Ach Em! Das ist alles nicht so einfach“, seufzte Ally, „Okay, ich war
heute beim Training und musste keine Nachhilfe geben. Ich … ich wollte
eigentlich mit Noah reden, aber ich glaube, es ist besser, wenn ich zuerst mit
dir spreche. Weißt du, ich freue mich für dich, dass du mit Noah zusammen bist
und ihr seht auch echt glücklich aus, aber … ach, shitte, ich sollte das nicht
sagen, du bist meine Freundin und ich sollte dir das nicht antun. Aber … ich …
ich …“ Sie brach ab.
Voller Vorahnung hakte ich leise nach: „Was kannst du mir nicht sagen,
Ally?“
„Ich … ich … hab mich … in Noah verliebt, Em. Ich liebe ihn“, sagte sie
und flüsterte dann: „Es tut mir leid.“
„Mir auch“, krächzte ich und legte auf. Ich pfefferte das Telefon zurück
auf den Tisch und drehte mich auf den Bauch. Gepeinigt drückte ich mein Gesicht
in das Kissen und stöhnte auf. Warum? Warum musste sie sich ausgerechnet in Noah
verlieben?